DLRG Leimen übt für die Wasserrettung

geschrieben von m.moskorz am 28. März 2005

Während andere am frühen Morgen des Ostermontags noch gemütlich in ihren Bett lagen, war für die Einsatzkräfte der DLRG Leimen die Nacht um kurz nach ein Uhr vorbei. Vor kurzem trainierte man noch für die Eisrettung, diesmal standen die Grundlagen des Wasserrettungsdienstes mit einem Bootseinsatz im Mittelpunkt. Mit 3 Fahrzeugen und 2 Motorrettungsbooten der DLRG Leimen sowie einem Rettungstaucher rückten die Helfer aus. Gleichzeitig wurde die DLRG Gruppe aus St.- Leon mit weiteren Rettungstauchern alarmiert. Im Bereich des Altneckars wurde eine Person vermisst, die DLRG sollte mit Booten und Tauchern die Suche vom Wasser aus übernehmen. Neben der Theodor- Heuss Brücke auf der Neuenheimer Seite ist die einzige Slipstelle, an der das DLRG Motorrettungsboot „Hendrik“ zu Wasser gelassen werden kann. Der Leiter des Wasserrettungsdienstes in Leimen Matthias Frick beäugt das Tun seiner Helfer kritisch. Das so genannte „Slippen“ sei nicht ohne. Man müsse mit dem Gespann ein Stück ins Wasser fahren, damit dann das Boot vom Anhänger gelassen werden könne. Dieser Vorgang sehe zwar einfach aus, habe aber durchaus seine Tücken, so Frick. Er selbst ist seit vielen Jahren aktiver Bootsführer bei der DLRG und maßgeblich an der Ausbildung junger Bootsführer in Leimen beteiligt. Am Steuer der Hendrik saß an diesem Morgen daher auch ein junger Bootsführer- Felix Weißer, 22 aus Leimen konnte vergangenes Jahr sowohl den Bootsführerschein für Binnen- als auch für Küstengewässer erwerben. Zusammen mit zwei Helfern, einem Rettungstaucher und der Einsatzleiterin Dominique Gallas fuhren die Einsatzkräfte in der Dunkelheit der Nacht den Neckar stromabwärts zur Einsatzstelle, während die restlichen Helfer die Suche vom Ufer aus bestritten. Mit Suchscheinwerfern wurden Ufer und Wasser abgeleuchtet. Kurz vor der Schleuse Schwabenheim kam dann per Funk die Nachricht, dass die Person auf einer Halbinsel gesehen worden sei. Der Bootsführer setzte die Helfer sicher an der Insel ab, diese begannen dann umgehend mit der Suche. Schon nach kurzer Zeit wurde man tatsächlich fündig. Ein Dummy wurde für die Übenden als Verletzter vor Ort versteckt. Dieser musste dann fachgerecht medizinisch versorgt und abtransportiert werden. Der Transport musste über die Hendrik ans andere Ufer erfolgen, wo bereits die anderen Helfer sowie der Rettungsdienst eingetroffen waren. Als der Dummy auf der anderen Uferseite wieder ausgeladen wurde, war die Übung beendet. Die Einsatzkräfte begaben sich zurück zur „Wasserschachtel“, wo die Hendrik vom Wasser wieder auf dem Hänger verladen werden musste. Matthias Frick war mit der Leistung seiner Helfer sehr zufrieden. Alles habe schnell und problemlos geklappt, besonders die Zusammenarbeit mit der Gruppe St.- Leon funktioniere bereits blind. Ein besonderes Lob sprach er aber seinem jungen Bootsführer aus, für ihn sei dies die erste Nachtfahrt ohne eine helfende Hand gewesen. Nach einer kurzen Nachbesprechung fuhr man gemeinsam zurück nach Leimen, wo man wieder die Einsatzbereitschaft herstellte. Gegen 5 Uhr waren die Helfer dann wieder zuhause und sind wahrscheinlich hundemüde ins Bett gefallen.