Jahreshauptversammlung FORL
Am gestrigen Montag fand um 20.00 Uhr die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Rettungsdienste Leimen statt. Der Verein um den Vorsitzenden Matthias Frick und Schatzmeister Wolf- Dieter Lange hat sich auf die Fahnen geschrieben, die beiden ortsansässigen Rettungsdienste DLRG Leimen und DRK Leimen bei finanziellen Anschaffungen kräftig zu unterstützen. Der 1. Vorsitzende konnte zunächst alle anwesenden Mitglieder und interessierte Hörer begrüßen. Einen besonderen Gruß richtete er an Andreas Häffner, an den 1. Bürgermeister der Großen Kreisstadt Leimen Bruno Sauerzapf sowie den 3. Vorsitzenden von „Leimen- Aktiv“ und Gemeinderatsmitglied Gerhard Rückemann.

Haben hohen technischen Stand erreicht
Anschließend gab Matthias Frick bei seinem Jahresbericht einen kurzen Einblick in die Tätigkeiten der FORL im Jahr 2005. Die FORL hat maßgeblichen Anteil an der technischen Infrastruktur der beiden zu unterstützenden Vereine. Dies betrifft vor allem den Fuhrpark sowie die Motorrettungsboote der DLRG, die laut Frick mittlerweile einen hohen technischen Stand haben. Er kam dabei allerdings nicht um das Thema der Unterbringung beider Vereine umher, die sich alle Räumlichkeiten teilen und gemeinschaftlich nutzen.
Sachschäden im vierstelligen Bereich
In der Zentralstation im Ostflügel des Freibads Leimen schlägt das Herz beider Vereine. Hier seien die Fahrzeuge und wichtigsten Einsatzmaterialien untergebracht und im Einsatzfalle laufen hier alle Fäden zusammen. Allerdings weißt diese 1999 als Übergangsprovisorium angedacht Lösung mittlerweile derartige Mängel auf, dass zum einen der Stand der Technik gefährdet ist und zusätzlich durch starke Temperaturschwankungen mangels Isolierung und Wassereinbrüche nach schweren Regenfällen Sachschäden entstehen, die mittlerweile weit im vierstelligen Bereich liegen dürften, so Frick.
Großzügige Spenden
Nach dem Jahresbericht des 1. Vorsitzenden folgte der Kassenbericht durch Wolf- Dieter Lange. Er hatte zunächst erfreuliches zu vermelden, denn durch einige großzügige Spenden der AWO- Leimen, dem Bund der Selbstständigen „Leimen- Aktiv“, der Sparkassenfiliale Leimen sowie einigen Privatspendern eröffnen sich für die FORL wieder Investitionsspielräume. Mit den Gelder wurden laut Lange primär neuer Meldeempfänger angeschafft, da im Rahmen der Inbetriebnahme der Integrierten Leistelle Rhein- Neckar in Ladenburg die Alarmierung der Einsatzkräfte im Rhein- Neckar Kreis von einem analogen auf ein digitales System umgestellt wurde. Da diese Funkmeldeempfänger von beiden Organisationen benutzt werden können, kann hier eine Summe von 6.000 EUR eingespart werden. Nur ein Beispiel für die Synergieeffekte, die durch die enge Kooperation von DLRG und DRK erzielt werden können. Weitere Gelder werden in dem Umbau des Rettungs- und Schulungsboot „Hendrik“ sowie in die Anschaffung von Frühdefibrilatoren fließen.
Einstimmige Entlastung
Auf Antrag aus der Hauptversammlung werden anschließend zunächst die Jahresrechnung und im Anschluss die Vorstandschaft für ihre Arbeit im Jahr 2005 einstimmig entlastet.
Zukünftige Priorität der FORL
Anschließend konnte Matthias Frick den sechsten Tagesordnungspunkt aufrufen. Wie in seinem Jahresbericht bereits ausgeführt ist die FORL derzeit bemüht ein Bauprojekt für die RDKL, die Kooperation zwischen DLRG und DRK, zu realisieren. Da sich beide Hilfsorganisationen mit ihren Einnahmen aus Einsätzen und Mitgliedsbeiträgen eben so über Wasser halten können und kleinere Investitionen realisieren können, sei es unmöglich aus eigener Tasche ein Bauobjekt zu realisieren, beginnt Frick. Nach ersten Gesprächen mit der Stadtverwaltung sowie den Fraktionen des Gemeinderates sei allerdings eine deutliche Bereitschaft zu erkennen, dass man nicht im Regen stehe. Mit diesen Worten übergab er an Architekt Andreas Häffner, der auf Grund der räumlichen Gegebenheiten, des vorhandenen Bedarfs und des finanziellen Spielraums der Hauptversammlung einen Planungsentwurf präsentierte. Nach kurzer Erläuterung und Darstellung der Kosten wurde schnell klar, dass dieses Projekt kein Wolkenschloss darstellt, sondern ein sinnvoller Kompromiss zwischen Bedarf und Kosten darstellt. Im Raum steht ein einstöckiger Anbau an die aktuelle Fahrzeughalle, der neben weiteren Stellplätzen für Gespanne, Trocken-, Sanitär- und Lagerräume im Erdgeschoss sowie Ausbildungsraum, Jugendraum, Bereitschaftsraum, Küche und Büros im Obergeschoss vorsieht. Darüber hinaus soll die bisherige Fahrzeughalle saniert und damit Witterungsfest gemacht werden.
Positives Votum zum Entwurf
Der Beschluss zu diesem Entwurf fiel ebenfalls einstimmig aus. Auf den Hauptversammlungen von DLRG und DRK im Frühjahr 2006 wurden bereits positive Beschlüsse über ein etwaiges Bauvorhaben gefasst, die Helferinnen und Helfer sind bereit einen großen Anteil am Bauprojekt in Form von Eigenleistungen zu erbringen. Ohne die ginge es auch nicht, weiß Frick. Wenn gleich die kommenden Jahre dadurch nicht einfacher werden dürften, denn es ist beiden Vereinen nicht möglich ihre Aktivitäten einzuschränken.
Vereine wollen hohen Anteil in Eigenleistung erbringen
Der Vorstand wird nun in Absprache mit der Stadtverwaltung und dem Architekten Andreas Häffner eine Vorlage für den Gemeinderat vorbereiten um das Projekt weiter voranzutreiben und der Realisierung einen Schritt näher zu kommen. Nachdem für den letzten Tagesordnungspunkt keine Anträge eingegangen sind konnte Matthias Frick die Versammlung um 21.25 Uhr schließen.