Eisrettungseinsatz “Eingebrochenes Kind” in Mannheim Seckenheim

geschrieben von m.moskorz am 15. Januar 2009

Die Gefahren eines zugefrorenen Gewässers unterschätzt hat eine Gruppe Heranwachsender am vergangenen Dienstag. Bei dem Versuch den Neckar in Höhe Mannheim Seckenheim zu Fuß auf der Eisschicht zu überqueren, stürzte ein Zwölfjähriger und verletzte sich dabei erheblich. Seinen Begleitern war es nicht möglich, den Verunfallten aus der unmittelbaren Gefahrenlage zu befreien, per Notruf alarmierten sie die Rettungskräfte. Gemäß den Alarmplänen der Wasserrettung wurden zu diesem Einsatz neben den für dieses Gebiet zuständigen Einheiten aus Mannheim und Heidelberg auch die DLRG Leimen alarmiert. Diese hat sich neben dem Wasserrettungsdienst auf die Eisrettung spezialisiert und hält hierfür auch entsprechende Gerätschaften und ausgebildete Einsatzkräfte vor.
An der Einsatzstelle konnte festgestellt werden, dass der Patient nicht eingebrochen, sondern sich lediglich in hilfloser Lage befunden hatte. Eisrettung und Taucher waren somit nicht erforderlich, die Einsatzkräfte der DLRG konnten jedoch die ebenfalls alarmierte Berufsfeuerwehr Mannheim beim Transport des Patienten von der Eisfläche unterstützten. Anschließend wurde er dem Rettungsdienst übergeben.

Einsatzkräfte:
OrgL-Wasserrettung – Matthias Frick
DLRG Heidelberg
DLRG Mannheim
DLRG Leimen – RN 57/91-2 (Eisrettung)
BF Mannheim
Rettungsdienst
Polizei

Pressebericht:

Kind auf zugefrorenem Neckar gestürzt

Ein 12jähriger Junge ist gestern Abend auf dem teilweise zugefrorenem Neckar zwischen Ilvesheim und Seckenheim verunglückt. Laut Polizei befand sich das Kind mit Gleichaltrigen auf dem Eis. Der Junge stürzte schwer und konnte wegen einer Rückenverletzung nicht mehr aufstehen. Die Bergung des Kindes war wegen der nicht tragenden Eisfläche schwierig, im Einsatz war neben Feuerwehr und Notarzt auch eine Tauchergruppe der DLRG. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr bestand nicht. Während der Bergungsarbeiten war die Neckarbrücke teilweise gesperrt.
www.rnf.de

Fernsehbericht des RNF