12h-Stunden-Schwimmen
Am. 31.10.2010 fand im Hallenbad des Leimener Bäderparks ein 12-Stunden-Schwimmen statt.
Hierbei wurden von den 166 Schwimmern insgesamt über 600 Kilometer zurück gelegt.
Wir unterstützten bei der Durchführung unter anderem beim zählen der Zurückgelegten Bahnen. So wurden von 16 Helfern insgesamt 48 Stunden Dienst geleistet.
Außerdem nahmen auch einige Schwimmer der DLRG teil.
Bericht aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 02.11.2010:
Schwimmer legen sich ins Zeug
Beim 12-Stunden-Schwimmen fällt die 600-Kilometer-Marke
Leimen. (fi) So gegen Mittag waren schon über zehn Kilometer zusammengekommen, schätzte Wolfgang Koubek, Technischer Leiter des Schwimmclubs Neptun. Der griechische Gott der Meere hatte mit dem Verein quasi die Schirmherrschaft über das 12-Stunden-Schwimmen im Bäderpark übernommen. Neben der Stadt, dem Tauchsportclub und der DLRG, die dafür sorgten, dass im Hallenbad einige Umtriebigkeit herrschte.
“Kann ich die Bahn wechseln?”, Margarita Diede suchte sich eine andere Bahn, eine, wo die Schwimmer im Hallenbad etwas langsamer zu Werke gingen. Sie hatte 4000 Meter schon abgespult. Die restlichen 1200 Meter will sie jetzt lässiger zurücklegen. Wolfgang Koubek vom Neptun war zufrieden, im Becken tummelten sich auf vier Bahnen die Schwimmerinnen und Schwimmer an diesem Sonntag. Exakt um 8 Uhr sprang Erster Bürgermeister Bruno Sauerzapf ins Nass und eröffnete das Benefizschwimmen. „Gleich mit einer Vorgabe von über 5000 Metern“, betonte Koubek.
Er und seine Helfer vom Tauchsportclub und dem DLRG waren den ganzen Tag im feuchtwarmen Bäderpark-Klima. Das Wasser war auf 27 Grad Celsius temperiert, angenehm für die Sportler. Sie sollten sich natürlich wohl fühlen, keine Beschwerden oder gar einen Krampf abbekommen. Der kleine Lukas peilt eine Strecke von 5000 Meter an. „Ich möchte eine Goldene“, das war sein Ziel. Medaillen ganz nach dem olympischen Gedanken samt Urkunde gab es nach diesem Tag.
Auch im Foyer gab es einiges zu sehen. So war die Kuchentheke üppig beladen, hier konnten die Sportler ihre verbrauchten Kalorien wieder ersetzen. Lukas hatte am Morgen nur ein kleines Frühstück zu sich genommen. “Mit vollem Magen soll man nicht ins Wasser”, das war ihm bekannt. Doch er hatte sich den ganzen Tag über Zeit genommen, so konnte er sich seine Runden einteilen. Die waren schließlich mit einem Kreuz auf der Rundenkarte genau festgehalten. Dafür sorgten die Zähler an der Sprungturmseite des Bades.
Roland Klink aus Neulingen bei Bretten hatte 10 700 Meter absolviert. Er ist passionierter Stunden-Schwimmer, schaut im Internet immer wieder nach solchen Veranstaltungen. “Ich habe etwas in der Nähe gesucht, da kam Leimen gerade recht.” Er hat den Sonntag im Bäderpark verbracht, meistens im Wasser und in Kraul-Lage. “Da gibt es nicht so leicht einen Krampf”, weiß der versierte Langstreckenschwimmer. Alle zwei Stunden geht er an den Beckenrand und nimmt wieder Traubenzucker zu sich, “damit mein Blutzuckerspiegel stimmt”.
Und so pulsiert das Wasser an diesem Sonntag ununterbrochen. Belegte Brötchen, heiße Wurst und dazu ein Freiexemplar der RNZ locken zwar zu einem Aufenthalt im “Trockenen”, doch die Wasserratten zieht es immer wieder ins Bad, der persönliche Rekord lockt.Während im Kleinkindbecken Mütter mit ihren Säuglingen fröhlich planschen, ziehen die Stunden-Schwimmer unaufhörlich ihre Bahnen. 166 Teilnehmer nutzten dieses Schwimmereignis, 604,85 Kilometer wurden bis 20 Uhr geschwommen – eine schöner Euro-Grundstock kam so als Zuschuss für das Blockhaus zur Kinder- und Jugendbetreuung im Freibad zustande. Der natürlich immer noch aufgebessert werden kann.

Unaufhörlich ihre Bahnen zogen die Schwimmer im Leimener Bäderpark. Foto: Fink
Bericht aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 25.11.2010:
Sie stellten sich im Hallenbad der Herausforderung
Siegerehrung mit Präsenten: Bäderpark und ausrichtende Vereine dankten den eifrigsten Mitmachern beim Zwölf-Stunden-Schwimmen
Leimen. (fi) Das war eine lohnende Sache, dieses Zwölf-Stunden-Schwimmen im Leimener Bäderpark. Nicht nur für die körperliche Fitness aller Teilnehmer, für einige hat sich die Teilnahme noch weiter ausgezahlt. Denn beim Queren der 100 Kilometermarke winkte eine 12er-Karte und damit ein Ansporn für weitere Ertüchtigung. Janosch Kröger, Elke Petilliot, Peter Conrad, Robin Rau, Roland Klink und Michel Nau können nun ein weiteres Dutzend Mal das Hallenbad im Leimener Bäderpark kostenlos aufsuchen.
„Für viele war das eine Herausforderung, eine körperliche und auch geistige Überwindung, immer wieder eine neue Bahn anzugehen“, meinte Erster Bürgermeister Bruno Sauerzapf an die Gewinner. Vor allem die ganz Kleinen nickten eifrig. Und da war es egal, ob sie mit 100 oder 150 Metern ihr Ziele erreichten: Lena Merz mit fünf Jahren und Max Götz mit seinen Sechs konnten Puzzlespiele mit der Ansicht des neuen Rathauses mit nach Hause nehmen. Oder ob Roland Klink bei den Männern mit 30 Kilometer die Nase vorne hatte. Uta Hebling kam bei den Damen immerhin auf 21 Kilometer als weiteste Strecke, Friedrich Georg war ältester Teilnehmer von den insgesamt 161 vergebenen Medaillenträgern, Gerda Scholz bei den Damen. 604,85 Kilometer wurden zusammengeschwommen. 59 Goldmedaillen wurden erschwommen, 41 mal Silber, darunter mit Siegfried Schwarz auch der erste Vorsitzende des SK Neptun, und 71 Mal Bronze.
Fast 300 Euro für das Blockhaus im Freizeitbereich des Freibades konnte Markus Wittner von der Bäderparkverwaltung verbuchen: „Ein guter Grundstock, vielleicht findet sich zu Weihnachten noch ein oder mehrere Sponsoren …“
Der Dank der Verantwortlichen der Bäderpark Betreibergesellschaft galt den Mitwirkenden und Ausrichtern der Veranstaltung: dem SK Neptun, dem Tauchsportclub und der DLRG. Vielleicht, und das klang schon an, vielleicht wird nächstes Jahr ein 24-Stunden-Schwimmen aus gerichtet, denn nicht nur diese Veranstaltung, auch insgesamt sei die Attraktivität
des Bades seit Übernahme in städtische Regie enorm gestiegen.
Übrigens: Insgesamt haben 60 000 Besucher das Freibad besucht. Der stärkste Monat war der Juli mit 32 500 Badegästen, gefolgt vom Vormonat Juni mit 18 000 Besuchern. Das Hallenbad einschließlich Saunalandschaft wies bis zum September 38 000 Badegäste auf, ohne die Zahlen aus dem Schul- und Vereinsschwimmen.

Lauter Wasserratten: Sie machten das Zwölf-Stunden-Schwimmen zum Erfolg. Foto: Fink