Strömungsretter-Lehrgang in Weinheim und Ilvesheim - 15.-17.04.2011
Für 2 aktive Wasserrettungsdienstler der Gruppe Leimen war es keine Frage um was es dabei geht, für einen Leimener war es Neuland, auch wenn er schon einiges darüber erzählt bekommen hat.
Der ganze Lehrgang begann Freitagabend mit einer Einführung in die notwendige Ausrüstung und grundlegende Informationen zu Strömung und strömenden Gewässern. Am Sonntag, nach vielen Vorübungen auf dem Trockenen am Samstag ging es dann für alle nach Ivesheim in den Neckar.
Am Freitag stellten sich die Teilnehmer noch die Fragen:
• Wofür benötige ich Helm, Neoprenanzug und Schwimmweste?
• Was mache ich mit Wurfleinen, Achtern und Karabinern?
• Was sind Eddies, Verklausungen, Kissen und Downstream-V?
und bekamen sie von den beiden Ausbildern ausführlich erklärt.
Am Samstag ging es dann gleich morgens mit handfesten Übungen zum Abseilen los. Hierfür ist der Feuerwehrturm in Weinheim ideal geeignet, weil man sich langsam über mehrere Etagen an die Höhe gewöhnen kann.
Gleichzeitig war es auch die Möglichkeit den ersten praktischen Einsatz der Ausrüstung zu üben: Achter, Karabiner, Sicherheitsausrüstung.
Die berechtigte Frage, wofür sich ein Strömungsretter abseilen können muss ergibt sich aus den Einsatzgebieten auch in Gebirgsflüssen. Die Frage lautet eigentlich immer, wie bekomme ich die Hilfe am schnellsten an den Einsatzort. In dem Moment in dem dann bereits eine Verbindung nach unten oder oben besteht gibt es auch die Möglichkeit die Rettung in umgekehrter Richtung durchzuführen.
Nach dem Mittagessen bei den Weinheimern ging es dann raus ins Freibad. Trotz des guten Wetters aber zum Glück nicht zum Schwimmen. Auf dem Programm standen für alle in unterschiedlichem Umfang Knotenkunde, Aufbau von Seilstrecken und Verwendung der weiteren Ausrüstung.
Der Treffpunkt Sonntagmorgen an der Brücke zwischen Seckenheim und Ilvesheim, scheint nur im ersten Moment merkwürdig. Vom Neckar erwartet man nicht unbedingt Strömung, vor allem wenn es schon lange nicht mehr geregnet hat. Aber zur Überraschung für alle Neulinge und vielleicht auch für ein paar Erfahrene hat der Neckar beim Gelingen des Lehrgangs geholfen.
Für alle hieß es aber zuerst in den Neoprenanzug und dann zum Neckar marschieren. Zum Abkühlen und lockerem Eingewöhnen ging es zuerst einmal darum richtig im Wasser zu liegen und sich mit der Strömung treiben zu lassen. Etwas weiter unten dann: „Sucht euch eine Stelle am rechten Ufer und aus der Strömung schwimmen!“.
Danach Aufteilung der Gruppen – die einen zum Abseilen an der Brücke, die anderen zum Flußqueren in der Gruppe und Seilbahnen installieren um Leute in der Strömung abzufangen. Später dann Aufgaben tauschen, damit beide Gruppen an diesem Morgen die beiden Übungselemente gründlich durcharbeiten konnten. Zum Abschluss des Sonntagvormittags, zielgenau die Wurfleinen den Neckar entlangtreibenden Opfern zuwerfen und sie ans Ufer bringen.
Nach dem Umziehen, bei Kuchen und Getränken fand der Lehrgang mit der Verleihung der Ausbildungsurkunden für die neuen Strömungsretter den richtigen Ausklang.







